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Obdachlose wieder gut untergebracht

Malteser beim Zeltaufbau
Datum:
9. Feb. 2026

Nach dem Brandanschlag auf das Obdachlosenzelt der Pfarrei Hl. Martin ist wieder Ruhe eingekehrt. Bereits am Tag nach dem Feuer, das sieben Menschen um ein Haar das Leben gekostet hätte, errichteten die Malteser der Gliederung Westpfalz ein neues Zelt auf der Pfarrwiese. Ausgestattet mit Feldbetten, Zeltheizung und Beleuchtung, konnten die Betroffenen schon in der folgenden Nacht wieder geschützt schlafen. Den jungen Ehrenamtlichen der Malteser gebührt dafür ein herzliches Dankeschön!

Noch am selben Abend kam Anke Henkel, Gründerin und Vorsitzende des Vereins Herzenssache KL, vorbei und brachte den Wohnsitzlosen Geschirr, Kleidung und Nahrungsmittel. Auch medizinisches Personal der Pflasterstube war am Tag nach dem Anschlag vor Ort und versorgte die Obdachlosen.

Die Welle der Solidarität reichte weit über Kaiserslautern hinaus: Beeindruckend viele Menschen aus der Stadt und dem gesamten Bundesgebiet nahmen Anteil und zeigten sich durch zahlreiche Spenden solidarisch. Auch der 1. FC Kaiserslautern rief öffentlich zu Spenden auf. 

Die Stadt Speyer bot der Pfarrei noch am selben Tag drei Kälte-Iglus aus ihrem Lagerbestand an, die von Maltesern der Gliederung Speyer nach Kaiserslautern gebracht wurden.

Die Stadtverwaltung Kaiserslautern eröffnete der Pfarrei zudem die Möglichkeit, einen Antrag bei der Bürgerhospital-Stiftung für den Kostenübernahme von zwei bis drei Kälte-Iglus zu stellen, was allerdings nicht über die Kirche, sondern über einen Verein abgewickelt werden müsse.

Am darauffolgenden Sonntag dankte Pfarrer Andreas Keller bei der Messfeier in der Martinskirche dem barmherzigen Gott für die Rettung der Obdachlosen aus der Todesgefahr. Mehrere von ihnen nahmen am Gottesdienst teil.